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Vom Kampf zur Kooperation
Gewaltfreie Kommunikation als Alternative zu Streit und Hader (2009)
Du blöde Kuh! Wie redest Du mit mir? Du bist eine blöde Kuh! Ich hasse Dich! Ich dich auch!
Tränen. Eine Tür wird zugeknallt. Und dann bricht Schweigen aus.
Sie kennen so etwas vielleicht. Dialoge wie dieser
passieren im Alltag. Töchter und Mütter, LiebespartnerInnen,
selbst gute FreundInnen können hin und wieder so heftig
aneinanderprallen. Zurück bleiben beide verletzt. Keine der
Beteiligten fühlt sich nachher bereichert. Und es ist manchmal
nachher sehr schwierig den Kontakt wieder aufzunehmen. Was für ein
Energieverbrauch! Und wie frustrierend das ist!
Doch es geht auch anders. Wir müssen uns nicht
damit abfinden, dass wir Menschen „halt so sind“. So
aggressiv, so verletzend, so bösartig.
Es gibt Möglichkeiten, einen anderen Umgang
miteinander zu pflegen, selbst in schwierigen Situationen, selbst dann,
wenn wir unterschiedliche Ansichten haben oder vor schwierigen
Entscheidungen stehen.
Wozu kommunizieren wir Menschen?
Wir tun es einerseits ständig – mit anderen,
aber auch mit uns selbst. Wir tun es, so meint der amerikanische
Psychologe Marshall B. Rosenberg, um unsere Bedürfnisse
erfüllt zu bekommen. Was immer wir sagen und ausdrücken, sei
letztendlich eine Bitte.
Rosenberg, der selbst Auswirkungen rassistischer Gewalt
erlebt hat, beschäftigt sich seit 60 Jahren mit der Frage, wie ein
friedliches Miteinander möglich wird. Er analysiert sehr genau
unsere Sprache. Welche Worte wir verwenden und mit welchen Haltungen
wir anderen begegnen.
Er stellte fest, dass wir oft werten, statt
zuhören. Dass wir kämpfen, statt friedlich miteinander
umzugehen. Dass wir andere unterdrücken, statt zu kooperieren.
Aber all das sei gar nich notwendig, und mache uns unglücklich.
Wer sich mit Rosenbergs Gewaltfreier Kommunikation
beschäftigt, lernt alternative Haltungen und Verhaltensweisen:
nicht wertend zuhören, einfühlsam auf andere eingehen,
Bedürfnisse zu verstehen– die eigenen wie die der anderen.
Es führt, wie wir heute wissen, wirklich zu großer Zufriedenheit.
Für all jene, die sich für dieses Konzept,
interessieren, bietet das Institut Frauensache im Oktober 2009 einen
Einführungsworkshop für Gewaltfreie Kommunikation mit Deborah
Bellamy und Bettina Reinisch an.
Weitere Informationen dazu finden Sie auf unter Termine
oder per E-Mail : reinisch@frauensache.at
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Literaturempfehlung: Marshall B. Rosenberg: Gewaltfreie Kommunikation. Eine Sprache des Lebens. Junfermann Verlag, Paderborn 2007.
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